Wenn das Wetter mit unserem Befinden Achterbahn fährt

Bei Föhn wirken die Alpen am Zürichsee grösser
Bei Föhn wirken die Alpen am Zürichsee grösser

Gestern Vormittag schneite es, in der Nacht hat der Sturm an den Rollläden gerüttelt, heute schnellen die Temperaturen auf 16 Grad hoch, und gegen Mitte der Woche erwarten die Meteorologen schon wieder Schlackerwetter. Es ist der 21. Februar 2016, und es steht bereits fest: dieser Winter ist kein Winter. Es ist ungewöhnlich mild, das Wetter fährt seit Wochen Achterbahn. Viele Menschen nervt es und manche leiden sogar darunter. Die Notarztwagen sind auffällig oft im Einsatz. Das Wetter macht mit uns mehr als wir es erahnen.

Alle Wetter!

Dieser 21. Februar 2016 ist ein außergewöhnlicher Tag. In nur wenigen Stunden hat der Wind die Wolken am Himmel vertrieben. Übrig geblieben sind einige dünne Zirren, und die Sonne scheint kräftig wie im Frühling. Hinter dem Zürichsee zeigen sich die schneebedeckten Alpen in voller Pracht. Die klare Luft wirkt wie ein Vergrößerungsglas und lässt die Berge grösser erscheinen als sonst. Es herrscht Föhn – ein warmer, trockener Wind, der über die Gebirgskämme in die davor liegenden Täler hinabfällt. Viele Menschen nutzen das schöne Wetter, ziehen an den See und flanieren entlang der Uferpromenade. Frühlingsgefühle und gute Laune kommen auf.

Was bei dieser Wetterlage jedoch auch geschieht: der sonst gelassene Autofahrer wird zum Verkehrsrowdy, die sonst freundliche Kollegin vergreift sich plötzlich im Ton und die „Kiddies“ machen Chaos im Klassenzimmer. Der Föhn bringt die Leute in einen „Rausch“ und ruft Aggressivität, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme oder andere Beschwerden hervor.

Föhn in den Bergen
Föhn in den Bergen

Das Wetter hat es offenbar in sich. Seine Zutaten sind unter Umständen reichhaltiger als wir es aus den üblichen Wetternachrichten kennen. Neben Sonne, Temperatur, Niederschlag, Luftdruck und Wind nehmen auch Luftfeuchtigkeit, Luftionisation, Luftelektrizität, Ozon, Pollenflug und Luftverschmutzung Einfluss. Wetter ist also ein komplexer Mix aus vielen Eigenschaften mit zum Teil positiven und auch negativen Wirkungen auf den Menschen.

In unseren Breiten wird das Wetter von durchziehenden Tiefdruckwirbeln geprägt, die an der Polarregion entstehen und in kürzester Zeit Wetterwechsel verursachen können. Kräftige Wetterstörungen sind mit heftigen Luftdruckschwankungen, ionisierten Luftschichten oder elektromagnetischen Entladungen verbunden.

Die das Wetter fühlen

„Ich spüre Windwetter drei Tage im Voraus in meiner Hüfte. Die schmerzt dann“, erklärt mir Dorothea Gruber aus Derenburg. Mit der Präzision eines meteorologischen Frühwarnsystems kann sie Stürme am nahegelegenen Brocken im Harz vorhersagen. Wie ist das möglich? Medizinmeteorologen nehmen solche Aussagen ernst. Vielleicht sind niederfrequenten Schwankungen in der Atmosphäre, sogenannte Schwerewellen, oder elektromagnetische Entladungen durch Wetterfronten die Ursache. Die Wissenschaftler rätseln noch.

Das Phänomen der Wetterfühligkeit ist seit langem bekannt. So wusste schon der griechische Arzt Hippokrates um 400 vor Christus: „bei Wetterwechsel heißt es, auf der zu Hut sein und Aderlass oder Operationen zu vermeiden“. Er prüfte bei Krankheiten immer auch die Wetterumstände. Aus heutiger Sicht war er ein Vorreiter der  Medizinmeteorologie. Auch der Dichter Johann Wolfgang von Goethe wurde oft durch seine Wetterfühligkeit gepiesakt. Goethe war ein guter Beobachter, erkannte die Ursachen und therapierte sich schließlich selbst. Er schrieb in einem Brief: „So arbeite ich bei hohem Barometerstand leichter als bei tiefem; da ich nun dies weiß, so suche ich bei tiefem Barometerstand durch größere Anstrengungen die nachteiligen Einwirkungen aufzuheben, und es gelingt mir.“

Studien zufolge sind etwa 50% aller Menschen auf irgendeine Weise wetterfühlig. In den meisten Fällen leidet das Befinden. Man ist fühlt sich müde, antriebslos oder nervös. Nichts macht mehr wirklich Freude. Das würde eigentlich schon reichen, doch es kann noch schlimmer kommen. Viele Menschen klagen über Migräne, Kreislaufprobleme, Schlafstörungen, rheumatische Beschwerden oder Schmerzen an Gelenken, alten Wunden oder Zähnen.

Wenn Wetter wehtut

Holly schreibt am 27.4.2010 auf dem Webportal gutefrage.de: „Seit meinem Schlaganfall leide ich unter starker Wetterfühligkeit, die sich bei mir so äußert, dass ich jeden Wetterumschwung ein, zwei Tage vorher durch erhöhte Spastik und stärkere Schmerzen wahrnehme…“ Hollys Krankheit hat ihre Wetterfühligkeit verstärkt. Ähnlich ist es bei Hans-Joachim, der schon seit Jahren unter Multiple Sklerose (MS) leidet. Eine schwere Begleiterscheinung der MS ist die Spastik, eine erhöhte Steifheit der Muskeln, die zu Verkrampfungen und Schmerzen führt. Wenn sich das Wetter ändert, nimmt bei Hans-Joachim die Spastik in Beinen und Armen deutlich zu, so dass er Gegenstände nicht mehr greifen oder Tasten nicht bedienen kann. Das letzte bisschen Eigenständigkeit wird so noch weiter eingeschränkt. Das ist sehr frustrierend.

Wie Holly und Hans-Joachim, gibt es zahlreiche Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankungen besonders sensitiv auf Wetteränderungen reagieren. Dazu gehören Menschen mit Bluthochdruck, Rheuma oder Atemproblemen. Krankheiten machen den Organismus labiler. Damit fällt es ihm bedeutend schwerer, mit Veränderungen von Temperatur, Luftdruck und womöglich sogar auf elektromagnetische Entladungen in der Atmosphäre fertig zu werden.

„Reizendes“ Wetter

Das Wetter wirkt mit seinen Umwelteinflüssen auf den menschlichen Organismus. Über Augen, Ohren, Nase und Haut nehmen wir die Reize des Wetters wahr. Die Nervenzellen empfangen Umweltinformationen als Signale und leiten diese elektrisch und biochemisch über Nervenzellen und das zentrale Nervensystem weiter bis zur Informations- und Schaltzentrale, dem Großhirn. Hier werden die Informationen aus der Umwelt verarbeitet und entsprechende Reaktionen ausgelöst.

Das vegetative Nervensystem spielt eine besondere Rolle, da es völlig autonom lebenswichtige Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung, Kreislauf, Körpertemperatur oder Stoffwechsel steuert und „im Gleichgewicht“ hält. Ein Wetterwechsel stresst den Organismus, da veränderte Umweltwerte das vegetative Nervensystem veranlassen, die Körperfunktionen zu regulieren und den neuen Bedingungen anzupassen. Je stärker und kurzfristiger der Wetterwechsel ist, umso schwerer wird der Organismus dadurch belastet.

Unser Körper läuft wie ein Betriebssystem mit gewissen Standardeinstellungen. Zum Beispiel liegt die normale Körpertemperatur zwischen 36.3 und 37.4 Grad Celsius. Wenn die Außentemperatur ansteigt oder sinkt, wird dies vom vegetativen Nervensystem registriert. Es veranlasst im Körper automatisch Reaktionen, um die Normaltemperatur zu halten. Bei erhöhter Außentemperatur beginnen wir zu schwitzen, damit die Körpertemperatur etwas absinkt. Umgekehrt, wenn die Außentemperatur sinkt, werden unsere Hände und Füße schnell kalt. Durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen, so dass die Gliedmaßen schlechter durchblutet werden. Die Finger und Zehen fühlen sich dann wie taub an. Nimmt die Durchblutung wieder zu, so kehrt auch das Empfinden in Fingern und Zehen zurück – zunächst als Kribbeln, dann wie feine Nadelstiche. Das vegetative Nervensystem hält durch die Regulierung die innere Körpertemperatur aufrecht. In ähnlicher Weise werden auch Luftdruckänderungen in Körper und Kopf ausgeglichen. Ärzte vermuten, dass Kopfschmerzen durch Wetteränderungen entstehen, wenn die Blutgefäße den Spannungszustand der Gefäßmuskeln im Kopf nicht schnell genug anpassen.

Wetterbeschwerden deuten

Ist unsere körperliche Selbstregulierung in Ordnung, bekommen wir von dem Ausgleich der Wetterreize nichts mit. Anders sieht es aber aus, wenn der Mensch aufgrund seines labilen vegetativen Nervensystems oder durch Krankheit geschwächt ist. Dann wird das Wetter zu dem Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Kopfschmerzen, Gereiztheit, Herz- und Kreislaufbeschwerden können die Folge sein. Das verdeutlicht der Fall von Holly. Sie schreibt am 27.4.2010 auf dem Webportal gutefrage.de: „Seit meinem Schlaganfall leide ich unter starker Wetterfühligkeit, die sich bei mir so äußert, dass ich jeden Wetterumschwung ein, zwei Tage vorher durch erhöhte Spastik und stärkere Schmerzen wahrnehme.“

Medizinmeteorologische Untersuchungen, die mit einem Persönlichkeitstest gekoppelt wurden, haben außerdem ergeben, dass labile Menschen mit pessimistischer Grundeinstellung weitaus öfter mit dem Wetter zu kämpfen haben als ihre selbstbewussten, ausgeglichenen Mitmenschen. Eine negative Reaktion auf das Wetter gibt einen Hinweis darauf, dass irgendwo im Körper etwas nicht stimmt. Wer also nicht schon zuvor wetterfühlig war und wetterbedingte Beschwerden feststellt, sollte seine Gesundheit gut beobachten und im Zweifel den Arzt aufsuchen.

Vorsicht Blaulicht

Blaulicht eingeschaltet und ab auf die Piste. Wenn das Wetter Achterbahn fährt, so wie in diesem Winter, haben die Notarztwagen verstärkten Einsatz. Der ständige Wetterwechsel, insbesondere Schlechtwetterfronten, beanspruchen Blutdruck und Kreislauf. Das Risiko von Embolien, Koliken, Schlaganfälle und Thrombosen nimmt zu. Betroffenen Menschen ist es oft nicht bewusst, wie sehr wechselhaftes Wetter ihren Körper beansprucht. Wer jedoch die Wettervorhersagen aufmerksam verfolgt, kann sich auf Blaulichtwetter durch eine kleine Gesundheitsstrategie vorbereiten, also rechtzeitig sein Arbeitspensum reduzieren und mehr entspannen.

Claudia Kleinert mit dem Gesundheitswetter

Seit 2012 moderiert Claudia Kleinert mit Charme „Das Wetter im Ersten“ in der ARD: „Guten Abend und herzlich willkommen zum Wetter. Die nächsten Tage wird’s nochmal richtig winterlich bei uns. Unangenehmes Wetter steht uns bevor. Heute dagegen nochmal frühlingshaft mit viel Sonnenschein im Süden, bevor aus Westen kompakte Wolken hereindrücken.“ Sie berichtet über die Temperaturen, Sonne, Windströmungen und Luftfeuchtigkeit. „Da wo warme und feuchte Luft aufeinander treffen, da kann das zu heftigen Schneefällen führen.“ Es folgen Informationen zu Schneefall und Glättegefahr. Damit endet der übliche Wetterbericht. Doch ist es nicht längst an der Zeit, die Meldungen für wetterfühlige Menschen zu ergänzen?

Claudia Kleinert wäre sicherlich dabei und würde das Biowetter einfühlsam präsentieren: „Wer wetterfühlig ist oder Blutdruckprobleme hat, sollte sich auf den nahenden Kälteeinbruch einstellen. Unser Körper muss sich der Wetterveränderung anpassen. Das kostet Kraft. Darum leiden dann viele Menschen an Kopfschmerzen, Unwohlsein oder Schwindelgefühlen. Wer an Atemwegs- und Rheumabeschwerden hat, sollte sich auf jeden Fall warm anziehen und den Schal nicht vergessen. Menschen mit Blutdruck- und Kreislaufproblemen sollten besonders achtgeben. Grundsätzlich gilt: gesund essen, genug trinken, spazieren gehen und etwas mehr Ruhe – damit kommen wir alle besser durch den Wetterwechsel.“

Treffpunkt-Diskussion „Wenn das Wetter mit unserem Befinden Achterbahn fährt“

Das Wetter in diesem Winter 2015/16 ist auf Zick-zack-Kurs und die viele Menschen bekommen das spüren. Die Spanne der Beschwerden geht von einfachen Kopfschmerzen bis hin zu starken körperlichen Einschränkungen, Schmerzen oder gar Schlaganfällen. Was macht das Wetter mit uns, und wir können wir damit besser umgehen? Dazu diskutieren wir hier die brennenden Fragen.

Im Rahmen einer umfangreichen Studie zur Wetterfühligkeit, die vom Deutschen Wetterdienst im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt wurde, befragte das Institut für Demoskopie Allensbach 2013 eine repräsentative Stichprobe von 1623 Bundesbürgern, ob sie wetterfühlig sind. Die Ergebnisse zeigen, dass 50% der Befragten der Meinung sind, dass das Wetter auf ihre Gesundheit viel oder zumindest etwas Einfluss hat. Die häufigsten Symptome bei diesen wetterfühligen Befragten waren: Kopfschmerzen und Migräne (59%), Müdigkeit (55%), Abgeschlagenheit (49%), Gelenkschmerzen (42%),

Schlafstörungen (40%). Immerhin waren 29% der Wetterfühligen im Jahr vor der Befragung mindestens einmal nicht in der Lage, ihrer normalen Tätigkeit nachzugehen. Die Statistik belegt also, dass das Wetter unsere Gesundheit ganz beachtlich beeinflusst.

 

Weitere Hinweise:

Allgemeines zur Wetterfühligkeit, Deutscher Wetterdienst, September 2015

https://www.dwd.de

Der Münchner Mediziner und Physiker Professor Jürgen Kleinschmidt hatte zum Thema „Wetterfühligkeit“ geforscht und vertritt die Ansicht, dass weniger das Wetter sondern vielmehr die persönliche Verfassung und Lebensweise von Menschen das Wohlbefinden beeinflussen. Kleinschmidt meint, der Körper verlerne durch Heizung und Klimaanlage, sich selbständig anzupassen. Diese Fähigkeit müsse er trainieren, zum Beispiel bei Spaziergängen in Schnee und Regen oder in der Sauna.

 

Ob bei uns die Sonne strahlt oder dichter Regen herrscht, entscheidet sich über dem Nordatlantik. Hier braut sich das Wetter für Mitteleuropa zusammen. Azorenhoch und Islandtief sind zwei sehr beständige Druckgebiete, die warme und kalte Luftmassen vermischen und unser Wetter bestimmen. Je nach Ausdehnung und Druckdifferenz der beiden Systeme werden Tiefdruckwirbel nach Süden oder Norden verschoben und durch Westwinde zum Kontinent getragen. Sind im Winter Islandtief und Azorenhoch kräftig ausgeprägt, so herrscht ein großer Luftdruckunterschied. Dann entsteht eine milde Westwindlage und ein eher feuchter Winter. Dagegen bestimmt bei geringem Druckunterschied die kalte, trockene Luft über Osteuropa das Winterwetter Mitteleuropas. Wechselhaft wird es, wenn ständig neue Tief- und Hochdruckausläufer von Island und den Azoren entstehen und durch die vorherrschenden Westwinde über Mitteleuropa getragen werden.

 

Weitere Hinweise:

Wikipedia, Azorenhoch

Leise nieselt’s, kein Schnee. Es ist in den letzten Jahrzehnten wärmer geworden. 2015 gehört zu den Top 10 der wärmsten Jahre. In den Bergen gibt es messbar weniger Schnee. Grund dafür ist der Klimawandel. Das kennen wir. In diesem Jahr kommt offenbar ein weiteres Wetterphänomen hinzu. Im südlichen Pazifik wächst „El Niño“ zu nie gesehener Stärke, berichtet die FAZ am 29.12.2015, und hält dabei fest: „Düsseldorf fühlt sich mit aktuell +9,5 Grad an wie Nizza, und Frankfurt erlebt bislang einen Winter, wie man ihn in Madrid gewohnt ist… Praktisch überall in Europa ist der Winter bisher ein Totalausfall.“ Die Ursache ist ein ausgedehntes Azorenhoch, das wie Beton über dem Mittelmeer steht und Tiefdruckgebiete in den hohen Norden Skandinaviens lenkt. Ob das Weihnachtsphänomen „El Niño“ damit zu tun hat, schließt Deutschlands bekannter Klimaforscher Mojib Latif gemäß FAZ allerdings aus. Milde Winter sind eigentlich nichts Besonderes, sagen Meteorologen. Eigentlich – denn dieser Winter ist irgendwie anders.

 

Das vegetative Nervensystem unseres Körpers stellt den Körper selbständig auf Wetteränderungen ein. Dabei werden insbesondere die Körpertemperatur und auch der Druck im Gehirn auf einem Normalniveau gehalten. Wenn sich Temperatur oder Luftdruck schlagartig ändern, bereitet es dem Körper Probleme, sich an die neuen Bedingungen anzupassen. Einige Mediziner vermuten, dass in dieser Situation die Blutgefäße im Kopf es nicht schaffen, den Spannungszustand in der Gefäßmuskulatur schnell genug auszugleichen. Das kann Kopfschmerzen oder Migräne auslösen.

Wer regelmäßig den Wetterbericht und die Veränderung der Wetterlage verfolgt, kann sich auf kritische Tage besser vorbereiten. Hier sind einige Tipps gegen Kopfschmerzen bei Wetterwechsel:

  1. Vermeiden aller typischen Auslöser von Kopfschmerzen: Stress, Sorgen, Lärm, Schlafmangel, Alkohol, usw.
  2. Genug trinken: Flüssigkeitsmangel belastet den Körper und führt leicht zu Kopfschmerzen.
  3. Wenn dennoch der Kopfschmerz kommt: Sie können Kopfschmerzen mit Akupressur lindern. Wenn die Schmerzen stärker sind, können Sie als natürliche Medizin Schüssler Salze oder Mutterkraut verwenden. Das Mutterkraut war schon im Altertum als Heilpflanze in der Frauenheilkunde und zur Vorbeugung gegen Kopfschmerzen, Magenschmerzen oder Rheuma bekannt. Inzwischen gibt es auch Hinweise für die Wirksamkeit der Pflanze bei der Bekämpfung bestimmter Krebsarten. Man kann das Mutterkraut entweder als Tee oder als Tinktur einnehmen. Achtung: Das Mutterkraut sollte nicht in der Schwangerschaft verwendet werden.Natürlich wirken auch die üblichen Medikamente wie z.B. Aspirin  (Paracetamol ist aufgrund von Nebenwirkungen nicht zu empfehlen).
  4. Zur Prophylaxe gegen Wetterfühligkeit nutzen Sie bitte die Strategien gegen Wetterbeschwerden, die wir weiter unten besprechen.

 

Wir Mitteleuropäer fühlen uns bei einer gemäßigten Temperatur von 20 bis 25 Grad, Sonnenschein und Hochdruckwetter am wohlsten. Dann ist die Belastung für den Kreislauf meist am geringsten. Dagegen stressen kurzfristige, starke Wetterveränderungen den Organismus, der Kraft aufwenden muss, um sich auf diese Änderungen anzupassen. Das kann heikel werden für Menschen mit einem labilen Gesundheitszustand.

 

Die kritischen Zeitpunkte sind die Übergänge zwischen einem abziehenden Hochdruckgebiet und einem herannahenden Tief und umgekehrt sowie der Durchzug von Warm- und Kaltfronten. Dann ändern sich nahezu alle meteorologischen Eigenschaften wie Sonneneinstrahlung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck usw. Die Stärke der Wirkung einer Wetteränderung hängt von der Intensität der physikalischen Vorgänge in der Atmosphäre ab.

Bei Kälteeinbruch verengen sich Blutgefäße, d.h. Adern und Venen. Dadurch nimmt der Blutdruck zu und damit das Risiko für Herzinfarkte, Thrombosen und Schlaganfälle. Wer unter hohem Blutdruck leidet, sollte nun besonders auf seine Gesundheit achten.

Bei starker Erwärmung und schwülem Wetter erweitern sich dagegen die Blutgefäße. Menschen mit niedrigem Blutdruck bekommen Kopfschmerzen oder Schwindel. Der Grund dafür ist, dass das Herz nun in der gleichen Zeit wesentlich mehr Blut durch den Körper pumpen muss. Wer dagegen unter hohem Blutdruck leidet, fühlt sich bei dieser Wetterlage meist besser.

Ältere Menschen leiden oftmals an einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Ihr Organismus reagiert oft schon auf geringe Änderungen des Luftdrucks. Die Folge sind Schmerzen im ganzen Körper. Besonders empfindlich reagieren diese Personen auf beginnenden Tiefdruck.

Weitere Hinweise:

http://www.gesundheit.de/

Forscher von der Klinik für Neurologie der Universität Jena haben drei entscheidende Einflussfaktoren auf das Schlaganfallrisiko festgestellt: Neben raschen Veränderungen in der Temperatur begünstigen auch schnelle Wechsel der Luftfeuchtigkeit sowie des Luftdrucks die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls. Besonders nach Temperaturstürzen steigt das Risiko deutlich an und bleibt weitere zwei Tage erhöht. Bei einem Abfall der Temperatur um je etwa drei Grad Celsius erhöht sich das Schlaganfallrisiko um elf Prozent. „Bei Risikopatienten kann sich die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls bei Wetterwechsel teilweise vervierfachen. Vor allem Patienten mit Diabetes oder Arterienverkalkungen reagieren besonders sensibel“, betont Dr. Florian Rakers von der Klinik für Neurologie an der Universität Jena.

Bei niedrigen Außentemperaturen ziehen sich die Blutgefäße im Körper zusammen, um vor dem Auskühlen zu schützen. Die Kälte verengt die Blutgefäße, und deshalb wird das Blut mit höherem Druck durch das Herz gepumpt. Blutgerinnsel, die sich möglicherweise im Herzen bilden und ins Gehirn gespült werden, können die verengten hirnversorgenden Blutgefäße nun leichter verschließen. Die Folge: ein Schlaganfall.

Wer Probleme mit Kreislauf und Blutdruck hat, sollte insbesondere bei Wetterwechsel seinen Blutdruck täglich messen und beachten, wie sich die Werte mit dem Wetter verändern. Gesundes Essen und ausreichend Trinken sind zur Vermeidung von Gesundheitsproblemen immer wichtig. Bei zu geringer Flüssigkeitszufuhr verdickt das Blut, und die Gefahr einer Thrombose nimmt zu. Risikopersonen und deren Angehörige sollten die Warnzeichen eines Schlaganfalls unbedingt kennen.

 

Mehr lesen: Taubheitsgefühl und Brennen linke Gesichtshälfte – Neurologie – Lifeline

Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma müssen besonders aufpassen in warmen Jahreszeiten, wenn Pollen fliegen oder wenn die Werte für Bodenozon hochgehen. Übrigens, eine unbehandelte Pollenallergie kann sich zu Asthma entwickeln. Der Arztbesuch in dem Fall ist unbedingt nötig. Generell kann ein gute Atemtechnik kann helfen, körperliche Anstrengungen und akute Atemnot besser und angstfrei zu bewältigen. Reizstoffe wie Zigarettenrauch, Industriegase und Duftstoffe und auch Pollen sind möglichst zu meiden. Der Deutsche Wetterdienst liefert regelmäßig eine Prognose von Pollenflug für verschiedene Gräser, Bäume und Büsche.

In der kühlen Jahreszeit ist feuchtkalte Luft oder Nebel kritisch, denn die Wassertröpfchen greifen die Bronchien an und verstärken die Atemnot. Deswegen muss man jedoch nicht zuhause bleiben. Gegen den Kältereiz beim Einatmen kann es helfen, sich einen Schal umzubinden und durch diesen über die Nase einzuatmen, denn dabei wird die Luft erwärmt, gereinigt und angefeuchtet.

Weitere Hinweise:

Wetter Tagesschau.de

Menschen mit rheumatischen Erkrankungen klagen über Beschwerden bei besonderen Wetterbedingungen. Einige Menschen spüren, dass Sturm oder Regnen im Anmarsch sind. Andere klagen über Steifigkeit und Gelenkschmerzen bei Kälte und feuchter Witterung. Auf dem Blog des Rheumatologen Dr. med. Lothar M. Kirsch schreibt Angelika am 20. Oktober 2013 über ihre Erfahrungen: „Das kann ich nur bestätigen, bei nasser Kälte habe ich viele Schmerzen, obwohl ich mich immer warm kleide, gerade jetzt im Zwiebelsystem. Mein Mann hat mir gestern den Kamin angezündet und nach einer Stunde war mein Körper gut durchgewärmt und meine Schmerzen gingen zurück. Ich helfe mir mit viel Wärme immer gut. Auch bei dieser Witterung schon dünne Handschuhe tragen, die Hände danken es. Und warme Socken sind Pflicht. Ein Tipp für alle Betroffenen: eine Schüssel mit Sand in der Mikrowelle erwärmen und mit den Händen und Füssen natürlich nacheinander darin spielen, eine Wohltat für die Hände und Füsse, und sind die Hände dann schön gewärmt und geschmeidig, mit Qi-Gong-Kugeln üben, sie durch die Hände rollen lassen, so bleiben die Gelenke geschmeidig.“

Einen weiteren interessanten Fall schildert Sabine auf dem Onmeda Portal in 2009: „Hallo! Ich habe schon seit vielen Jahren mit Polyathrithis zu kämpfen, besonders wenn der Wechsel vom warmen zu feuchtkalten Wetter ist, oder nach einer Verletzung. Jetzt habe ich jedoch seit 2 Tagen (seit dem es anfing kalt zu werden und zu regnen) Schmerzen im ganzen Körper, die ständig wechseln. Mal im Rücken, dann im Bein, dann im Arm, in der Hand etc. Der Anfang war, dass ich eine etwas heftige Bewegung seitlich nach unten machte, um meine Hündin einzufangen. Danach hatte ich einen so heftigen Schmerz (wie eine Zerrung) im linken Oberschenkel, der erst nach ca. 30 min nachließ, dass ich nicht mehr laufen konnte. Die darauffolgende Nacht ließ mich nur sehr unruhig schlafen und ich hatte das Gefühl ich kann mich bald nicht mehr bewegen – Schmerzen im ganzen Körper – besonders Rücken und Arme! Morgens jedoch war fast alles wieder in Ordnung… Heute habe ich seit dem Aufstehen leichte Schmerzen im gesamten Rückenbereich und immer wieder abwechselnde Schmerzen in Armen, Händen, Beinen oder Füßen! Ich bin total kraftlos und alles zusammenreißen hilft nicht! Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, oder was ich davon halten soll, weil ich ansonsten immer in Bewegung und sportlich bin.“

In seiner Antwort vermutet Prof. Dr. Timo Ulrichs die Ursache der Beschwerden weniger beim Wetter: „Dass Wetter und Witterung einen Einfluss auf das Befinden von Patienten mit rheumatischen Erkrankungen haben können, ist ja bekannt. Dennoch sind die beschriebenen Beschwerden eher typisch für Muskelprobleme wie z.B. eine Zerrung. Wenn aber alle Ursachen (z.B. auch einseitige Belastungen, Elektrolythaushalt etc.) für solche Beschwerden ausgeschlossen sind, dann sollte ggf. der behandelnde Rheumatologe aufgesucht werden, um nach möglichen die bekannte Polyarthrtitis begleitenden rheumatischen Erkrankungen zu fahnden.“

Eine alternative Therapiemethode zur Behandlung chronischer Schmerzen, inkl. Rheumatischer Erkrankungen, die ohne Medikamente auskommt und auch bei Wetter weiterhelfen kann, ist die ReSelf-Therapie. Die Idee der Therapie besteht darin, Zellen in ihren „gesunden Grundzustand“ zu versetzen, so dass Stoffwechsel, Energieversorgung und Prozesse der Zellen ungestört funktionieren und somit die Ursachen von Beschwerden reduziert oder beseitigt werden.

Steffen ist an Multipler Sklerose (MS) erkrankt und berichtet im November 2013 auf einem dem Webportal PriPro MS über sein Wetterempfindlichkeit: „Mit der MS kam bei mir die Wetterfühligkeit. Besonders meine starke Spastik mit Schmerzen setzt mir heftig zu. Meine Wohlfühltemperatur sind 22 Grad, drunter und drüber sind Gift für mich.“ Leidensgenosse Andi antwortet: „Hallo Steffen, es sind schon MS-ler nach einem Vollbad nicht mehr aus der Wanne gekommen (Erhöhung der Körper-Kerntemperatur)! Ich persönlich steig schon gar nicht mehr rein…“ Woody ergänzt: „Wir machen zu Ostern immer eine Woche Urlaub auf Gran Canaria. Die Temperaturen sind so um die 23 – 24 Grad (Steffens Temperaturen) bei einem trockenen Klima. Ich habe mich selten so wohl gefühlt wie dort. Ich habe von MS-lern gehört, die aufgrund des Klimas dorthin ausgewandert sind.“

Portale wie PriPro sind besonders nützlich, um Erfahrungen und Strategien zu Linderung von Symptomen auszutauschen, und sich Mut zuzusprechen. Der öffentliche Austausch kommt auch anderen betroffenen Menschen zugute. Für MS-ler werden Wetterwechsel, hohe Temperaturen und schwüle Luft zur Qual – die Symptome verschlechtern sich. Der Grund ist, dass bei höheren Temperaturen Nervenimpulse schlechter weitergeleitet werden. Die Hinweise von Steffen, Andi und Woody geben Anhaltpunkte für optimale Verhältnisse: Temperaturen um 20 – 22 Grad und eine eher trockene Luft könnten Menschen mit MS helfen. Das bestätigen auch andere Erfahrungsberichte. Des Weiteren könnten regelmässige kurze Ultraschallbehandlungen die Spastik lindern. Der Erfolg ist nicht garantiert, doch es ist ein Versuch wert. Jeder sollte selbst ausprobieren, unter welchen Bedingungen das Befinden am besten ist. Übrigens, im Sommer bei 30 Grad im Schatten, sind Klimageräte die einzigen richtigen Rettungsanker, um die Zimmertemperatur auf ein angenehmes Niveau zu senken.

Eine Vielzahl von Tieren gibt durch ihr Verhalten frühzeitig Hinweise auf den Verlauf des Wetters. Da erstaunt es nicht, dass Tiere auch wetterfühlig sein können. Pferde- oder Hundebesitzer erkennen ziemlich schnell, wenn sich das Wetter ändert. Denn das Verhalten ihres Vierbeiners ändert sich ebenfalls, womöglich noch bevor das Wetter umschlägt. Wie auch bei den Menschen kann es bei Tieren zu Kreislaufproblemen kommen. Dann sollte das Tier nicht unnötig belastet werden.

Spüren Hunde ein Unwetter, ändern sie den gewohnten Tagesablauf, werden nervös und unruhig, fressen Gras oder beginnen zu hecheln. Bei Kreislaufproblemen wird der ganze Organismus des Tiers in Mitleidenschaft gezogen. Dann ist es besonders wichtig, mögliche Schmerzen mit dem Umschwung des Wetters zu beachten.

Es wird sogar berichtet, dass sich die Stimmung, die durch das Wetter verursacht wird, vom Besitzer auf den Hund übertragen kann, wenn eine sehr enge Bindung zwischen Mensch und Tier besteht. Wer die Reaktionen seines Hundes auf das Wetter kennt, sollte auch entsprechend darauf eingehen. Ansonsten sollte man bei Tieren für viel Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sorgen.

Der Biowetterbericht auf wetteronline.com lautet für den Alpenraum zu Ostern 2016 wie folgt: „Vitalität zeigt abnehmende Tendenz. Wetterfühlige Menschen verspüren wieder zunehmend ungünstige Witterungsreize. Sie dämpfen die allgemeine Vitalität und belasten das vegetative Nervensystem. Innere Unruhe sowie ein erhöhtes Schmerzempfinden sind die Folge. Aber auch eine herabgesetzte Schlaftiefe und Stimmungsschwankungen können mit den Witterungseinflüssen in Verbindung stehen.“

Das Team von Donnerwetter.de erstellt seit den 90er Jahren Wettervorhersagen für Tageszeitungen, Winterdienste,  Internetseiten und Radiosender. Auf Donnerwetter.de kann der Anwender seine Region sowie die Art der Wetterbeschwerden (Kopfschmerzen, Bronchitis, Embolie, Spasmen, etc.) eingeben und erhält dann eine Karte mit dem Grad der Belastung. Probieren Sie es ruhig mal aus.

Die Wetterdienste leisten durch Biowettervorhersagen einen wichtigen Beitrag, um die negativen Auswirkungen von Wetter einzugrenzen. Sie bieten Menschen die Möglichkeit, sich frühzeitig auf starke Wetterwechsel einzurichten, ihre Tagesabläufe entsprechend zu planen und so ihre Gesundheit zu schützen.

Es gibt kein Mittel gegen Wetterfühligkeit, wohl aber Medikamente, um Wetterbeschwerden zu behandeln. Typischerweise sind das Mittel gegen Migräne, Kreislaufproblem oder Schmerzen. Besser ist hingegen eine kleine Strategie, um sich gegen Wetterbeschwerden zu wappnen.

Es ist immer gut, für sich eine Gesundheitsstrategie zu haben und dabei Maßnahmen und Wirkungen in einem Tagebuch zu notieren. Hier sind einige Tipps, um entspannter mit Wetterfühligkeit umzugehen.

  1. Bewegung im Freien: Spazierengehen, Radfahren, Wandern, Joggen oder Schwimmen tuen dem Körper gut und härten ab. Kleiden Sie sich so, dass ihnen nicht zu warm, aber auch nicht zu kalt ist.
  2. Klimaanlagen vermeiden: Der Mediziner Professor Jürgen Kleinschmidt aus München weist darauf hin, dass der Körper durch Heizung und Klimaanlage im Laufe der Zeit verlernt, sich selbständig an Veränderungen anzupassen. Diese Fähigkeit müsse er trainieren. Darum lieber Klimaanlagen meiden oder immer wieder raus in die Natur.
  3. Trinken: Genug Wasser trinken, damit das Blut nicht verdickt und die Gefahr von Thrombosen gering bleibt.
  4. Wechselduschen: Wechselduschen helfen nicht nur gegen Cellulite, sondern regen den Kreislauf an und härten den Körper ab. Beginnen Sie unter der Dusche langsam mit kühlem Wasser zunächst am rechten Fuß (dann ist das kalte Wasser am weitesten entfernt vom Herzen). Gewöhnen Sie das rechte Bein langsam an das kalte Wasser und arbeiten Sie sich bis zur Hüfte vor. Danach machen Sie das gleiche mit dem linken Bein. Der nächste Durchgang erfolgt mit warmem Wasser zunächst beim rechten Bein, danach beim linken Bein. Die Wechseldusche wird fünfmal wiederholt. Abschließend wird der Vorgang mit einer Kaltdusche abgeschlossen, damit sich die Poren und Gefäße wieder zusammenziehen. Wechselduschen sollten über einen längeren Zeitraum angewandt werden. Besonders wirkungsvoll sind sie, wenn die Haut vorher und nachher mit einem rauen Handschuh abgerubbelt wird.
  5. Entspannung und gute Laune: Untersuchungen, die mit einem Persönlichkeitstest gekoppelt wurden, ergaben, dass labile Menschen mit pessimistischer Grundeinstellung weitaus öfter mit dem Wetter zu kämpfen haben als ihre selbstbewussten, ausgeglichenen Mitmenschen. Psychischer Stress kann sich auch negativ auf das Herz auswirken. Die grauen Wintermonate mit wenig Sonne schlagen leicht auf das Gemüt. Darum immer auf das seelische Wohlbefinden achten und locker bleiben – ganz gleich, was geschieht. Zur Entspannung nach einem anstrengenden Tag sind Spazierengehen, Sport, Yoga oder Meditation immer besser als Fernsehen.
  6. Guter Schlaf: Wetteränderungen stressen unseren Körper und fordern mehr Kraft als wir ahnen. Ein gesunder Schlafrhythmus stärkt das Immunsystem. Jede Stunde Schlaf vor Mitternacht zählt doppelt. Vermeiden Sie Alkohol, Kaffee und schwere Themen und Diskussionen am Abend, damit Sie leicht und sorgenfrei einschlafen können.
  7. Biowettervorhersagen: Alle modernen Nachrichtendienste berichten über besondere Wettersituationen, Veränderungen und das Biowetter für Wetterfühlige. Wer auf diese Vorhersagen achtet, kann sich besser auf die Witterungsreize vorbereiten und seinen Tagesablauf entsprechend planen.
  8. Wettertagebuch: Für wetterfühlige Menschen ist es sehr sinnvoll ein kleines persönliches Wetter zu führen, um individuelle Wetterreaktionen und –beschwerden sowie Maßnahmen und deren Erfolg aufzuzeichnen. Das Tagebuch sollte folgende Informationen festhalten:
    1. Zeitraum besonderer Wetterverhältnisse und –wechsel
    2. Beschwerden in diesen Zeiträumen: Art der Beschwerden, wann treten sie auf, wann gehen sie weg, Schweregrad
    3. Maßnahmen und deren Wirkungen: was lindert Beschwerden und was nicht

    Nützlich ist der Service der Webpage menschenswetter.de. Hier kann der Nutzer sein Tagebuch anlegen und bekommt nach einer bestimmten Anzahl von Einträgen seine individuelle biometeorologische Vorhersage. Die Aufzeichnungen über jahreszeitliche und wetterbedingte Erkrankungen und biometeorologische Prognosen können wesentlich zur individuellen Prävention beitragen. Denn wer weiß, dass sich im Frühjahr Angina, Ischias und Keuchhusten besonders häufen, kann schon im Winter dafür sorgen, dass Mandeln, Ischias und Lunge keine „Schwachstellen“ bilden.

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