Dorothea Bobe, Physiotherapeutin
Dorothea Bobe, Physiotherapeutin

„Die Welt ist wunderbar! Es gibt heute so viele schöne Dinge – und so vieles ist einfacher als früher. Alles ist da in einer unglaublichen Vielfalt: Essen, Klamotten, Information und Möglichkeiten, sich zu entfalten… Du musst halt etwas daraus machen“, sagt Dorothea Bobe, Jahrgang 1942. Dorothea ist pensionierte Physiotherapeutin, Geschäftsführerin und Mutter von zwei Kindern. 1953 kam Dorothea kam mit ihren Eltern und Geschwistern aus Mecklenburg nach Lage in Lippe. Die Familie flüchtete aus der damaligen DDR, denn sie musste mit Enteignung und Repressionen rechnen. Dorothea wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf und musste ihre Entwicklung maßgeblich selbst in die Hand nehmen. Doch sie war dabei nicht allein. „Ich hatte immer gute Frauen um mich, die mir halfen“, verrät Dorothea und lacht dabei.

Dorothea Bobe machte 1962 eine Ausbildung zur Masseurin und Physiotherapeutin in der Weserberglandklinik in Höxter, und schloss das staatliche Examen mit „Sehr gut“ ab. Es folgte ein Praktikum in der gleichen Klinik sowie anschließend in einer Klinik in Bad Cannstadt. 1965 brachte sie ihre Tochter Daphne zur Welt. Neben dem Beruf wurde die Familie aufgebaut. Wenige Jahre später gründete Dorothea eine eigene kleine Massagepraxis. Die Familie wuchs weiter. Es folgte Sohn David.

Dorothea, bevor wir über Vorbilder sprechen, möchten wir mehr über Dich und Deine Ausbildung erfahren. Du bist in den 1960er Jahren zur Schule gegangen. Da liefen die Dinge sicher anders als heute. Wie konntet Ihr Euch als Schüler beruflich orientieren?

Zu der Zeit gab es in den Schulen für uns keine Heranführung an Berufe, so wie es heute geschieht. Ich war ja wie die meisten Kinder in der Volksschule. Da hing ein Kalender an der Wand mit einer Beschreibung von etwa 12 Berufen: Mauer, Gärtner, Tischler, Klempner – für Frauen war kaum etwas dabei. Das kann sich heute, in Zeiten von Internet und Smartphones, kein Mensch mehr vorstellen. Ich wusste damals nicht einmal, dass es Berufe wie Masseur überhaupt gab.

Du bist dann doch Masseurin geworden. Wie kam es dazu?

In der Volksschule musste jeder ein Praktikum machen. Ich kam zu einem Praktikum als Kinderpflegerin im Hoffmann-Stift in Bad Salzuflen. Das Hoffmann-Stift war eines der besten Krankenhäuser in der Region. Ich fuhr regelmäßig mit dem Fahrrad dorthin. Die Arbeit gefiel mir. So folgten dann auch meine Ausbildung und das Staatsexamen zur Kinderpflegerin.

Auf der Krankenstation fiel mir eine Frau auf, die frei arbeiten konnte. Sie musste nicht auf die Schwestern hören und wurde respektiert. Das war ungewöhnlich und interessierte mich. Ich fasste Mut und fragte sie, was sie machte. Sie war freundlich, erklärte mir alles und so erfuhr ich, dass sie eine Masseurin war. Das hat mich so fasziniert und angetrieben – da war ich dann einfach los – ich hatte kein Auto und nix – doch am Ende des Tages war ich zur Lehre an der Weserberglandklinik in Höxter angemeldet!

Das bedeutete, das Elternhaus zu verlassen.

Ja, aber das war gut so. Daheim war es sehr eng, und ich konnte mich nun besser entfalten. Ich zog also nach Höxter und bekam ein Zimmer im Schwesternwohnheim der Klinik. Dann ging es los mit meiner Ausbildung zur Masseurin und Physiotherapeutin. Das machte mir sehr viel Spaß. Ich habe immer gerne mit und für Menschen gearbeitet. Das staatliche Examen zur Masseurin hatte mit „Sehr gut“ abgeschlossen. Die Klinik bot mir die Möglichkeit, ein Praktikum bei ihnen anzuschließen. Das haben sie nur bei guten Absolventen gemacht. So blieb ich ein weiteres Jahr in Höxter, dann wurde ich schwanger. Mein Mann bekam eine Stelle in Stuttgart, und so zogen wir gemeinsam nach Stuttgart Bernhausen. Ich konnte mein Praktikum im Krankenhaus in Bad Cannstadt vollenden.

Wie hattest Du Familie und Beruf unter einen Hut gekriegt?

Das war ein Drama! Stell Dir vor, Du hast ein Kind im Bauch, Deinen Job verloren, ziehst in eine ganz neue Gegend, bist auf Wohnungssuche, kennst niemanden, und das Geld ist auch knapp. Da hatte ich den Beruf erstmal auf Eis gelegt und mich um die Familie gekümmert. Wir lebten in einer ganz kleinen Wohnung. Ich musste wirklich viel improvisieren.

Manche Menschen stützen sich bei Problemen immer auf andere. Ich habe mir weitgehend selbst geholfen. Vermutlich war das eine gute Lebensschule. Denn bis heute habe ich Ideen und weiß mir und anderen zu helfen, insbesondere auch, wenn das Geld knapp ist. Viele Menschen können das heute nicht mehr: etwas aus dem Nichts heraus erschaffen.

Heute weiß ich aus eigener Erfahrung, dass sich im Leben viele Probleme, die zunächst unlösbar erscheinen, am Ende doch irgendwie bewältigen lassen. Manche Dinge ergeben sich einfach im Laufe der Zeit – man muss anpacken und Vertrauen haben.

Das hätte das Ende Deiner beruflichen Laufbahn sein können, doch das war wohl nicht Dein Ding.

Meine Eltern hatten wohl einmal gedacht, dass ich als Hausfrau in der Familie aufgehen würde. Sie gaben mir irgendwann eine Aussteuer: Besteck mit silbernen Löffeln, Geschirr, usw. Das bekamen ja die jungen Frauen damals zur Hochzeit. Ich dachte mir gleich: was soll ich damit? In dem Moment wollte ich das mit der Familie eigentlich nicht – ich wollte einen Job, Englisch lernen, ein eigenes Auto, und eine eigene Wohnung.

Nun hatte ich eine Familie und hielt auch zu ihr. Doch ich wollte unbedingt wieder in meinen Job. Da bewarb ich mich in einer privaten Massagepraxis in Bernhausen. Das hatte prompt geklappt. Da war wieder im Geschäft.

Du bist sogar noch weiter gegangen und wurdest Geschäftsfrau. Wie kam das?

Das war eigentlich nicht geplant. Ich hatte ja einen Job in einer Privatpraxis. Aber irgendwann kam heraus, wieviel Geld unser Chef verdiente. Wir Mitarbeiterinnen waren schockiert. Und dann sagten wir uns: das Geld verdienen lieber selbst.

Woher hast Du gewusst, wie man eine Praxis führt?

Der liebe Gott hat mir geholfen. Ich hatte keine Ahnung, wie man sich selbständig macht. Aber ich wollte das – und in dem Moment erst recht. Ich setzte mich morgens aufs Fahrrad und fuhr los entlang der Bernhäuser Hauptstraße in die Wohngegend. Da lebten viele Menschen und natürlich potentielle Patienten. Als ich die Häuser erreichte, prüfte ich die Klingeln mit den Namensschildern. Ich suchte nach einer Klingel ohne Namensschild, also einen Hinweis auf eine leere Wohnung. An einem Haus mit einer Apotheke wurde ich fündig. In der Apotheke fragte ich, wem das Haus gehörte. Der Besitzer war ein lokaler Handwerker. Ich fuhr gleich zu ihm, um mit ihm zu sprechen. Da stellte sich heraus, dass tatsächlich eine der Wohnungen leer war. Und nicht nur das: seine Frau fand mich ganz toll – ich hatte sie nämlich schon einmal zuvor behandelt. Was für ein Zufall! Als ich ihm dann noch berichtete, dass mein Onkel auch ein Handwerker sei, war er bereit, die Wohnung an mich zu vermieten. Er reichte mir die Hand und sagte: „Gut, wir machen das!“

Ich richtete die Wohnung etwa so wie die Praxis ein, in der ich zuvor gearbeitet hatte. In dem Fall kopierte ich das, was ich kannte, und wovon ich wusste, dass es funktionierte. Die Krankenkasse nahm die Praxis ohne Problem ab. Ich war recht schnell im Geschäft. Und wenn man erstmal im Geschäft ist, zieht das immer weitere Kreise. Ich war oft auf 6 Wochen im Voraus ausgebucht. Schon bald kamen eine Kollegin dazu und später noch ein Kollege. Die Praxis führte ich 10 Jahre lang.

Das klingt doch sehr gut. Warum ging es nicht weiter?
Mein Mann arbeitete bei der Firma Kienzle in der Uhrenindustrie. Um 1980 kamen die Quarzuhren aus Japan, und die lagen im Trend. Kienzle hatte diesen Wandel verschlafen und ging in den Konkurs. Mein Mann verlor unverhofft seine Stelle. Wir hatten kurz zuvor ein Haus gekauft und ich unseren Sohn geboren. Diese Mehrfachbelastung war einfach zu viel. Die Dinge schienen außer Kontrolle zu geraten.

Ich versuchte unsere finanziellen Probleme zu kompensieren und hatte mich dabei fast kaputt gearbeitet. Die Folge war ein Burnout – so nennt man das heute. Damals gab es weder diesen Begriff noch das Verständnis darum. Das Burnout bescherte mir Tinnitus. Da war ich wirklich voll fertig!

Heute denke ich, dass es weniger die körperliche Anstrengung war, die mich in diese Situation brachte. Schlimmer war der Zwang, der in dieser Situation steckte. Ich fühlte mich verantwortlich, meine Zeit ging nur in Haus und Familie, ich hatte keinen Freiraum mehr für mich. Sowas macht Dich irgendwann verrückt.

Und noch etwas: es war zu der Zeit immer noch so, dass Mann und Frau in Geschlechterrollen steckten und diese ausgelebt wurden. Das lief zum Beispiel darauf hinaus, dass ich abends nach der Arbeit noch anfing zu putzen, anstatt mich auszuruhen. Ich möchte betonen, dass heute viele Frauen die Vorteile der Emanzipation genießen, ohne dafür je etwas gemacht haben. Das ist kein Vorwurf, doch es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass es viele Frauen gab, die unter den Folgen der klassischen Geschlechterrollen leiden mussten, und dass es einige mutige Frauen gab, die für die Gleichberechtigung hart kämpften.

Zum Glück war Dir nichts Schlimmes zugestoßen. Wie bist Du aus der Geschichte wieder rausgekommen?

Es war mir alles zu laut, auch wegen des Tinnitus. Ich wollte einfach nur noch weg, zurück in meine Heimat. Ich sprach mit meinem Vater. Der unterstützte mich. Dann zog ich mit meiner Familie zurück nach Lippe. Es dauerte einige Zeit, bis ich mich erholte. Auch der Tinnitus ging wieder weg. Da war ich sehr froh. Mein Mann startete ein eigenes kleines Unternehmen, und ich öffnete meine Praxis wieder.

Welche Bedeutung hat die Lebensschule aus Deine Sicht?

Alles, was ich berichtet habe, habe ich hautnah mitgemacht – das war wirklich nicht einfach. Aber dadurch weiß ich heute genau, wovon ich spreche. Meine Lebenserfahrungen sind ein starkes Fundament, auf dem meine Meinung und Ratschläge basieren.

Wenn Du heute zurück blickst: wer waren Deine Vorbilder?

Ich hatte immer gute Frauen um mich, die mir geholfen haben! Im Hoffmann-Stift gab es die Schwestern Dorothea und Gabi. Die waren flott drauf und brachten mir viel bei. Von Schwester Dorothea lernte ich über den Beruf. Und in der Nachtschicht saß ich oft stundenlang mit Schwester Gabi zusammen. Wir redeten über das Leben, Gott und die Welt. Gabi brachte mir auch das Rauchen bei.

Bild 2: Langeweile war nicht angesagt – Dorothea mit 20 Jahren
Bild 2: Langeweile war nicht angesagt – Dorothea mit 20 Jahren

 

Ich hatte schon immer einen Hang zu älteren Menschen. Ich mochte ältere Leute gerne – die waren interessanter – die gaben so Dinge von sich, die ich nicht kannte. Ich nahm auch lieber ältere Menschen als Patienten. Sie machten einen guten Eindruck auf mich, waren angenehm, und da hatte ich mir oft von denen etwas abgekuckt. Wenn die etwas hatten, das mir fehlte, dann habe ich ihnen nachgeeifert. Da wollte ich so sein wie die – so cool, so gebildet, so schön.
Ich habe also viel gelernt von fremden Menschen. In dem Punkt war ich nie bescheiden. Ich wollte ganz viel mitbekommen. Da war die Klinik ideal. Dort waren viele Menschen, und unter ihnen viele Vorbilder. Ich war immer neugierig. Ich bin jetzt 75. Heute bin ich der Coach. (lacht)

Gab es auch Vorbilder in Deiner Familie?

Mein Vater hatte sicherlich Einfluss auf mich. Aber das geschah eher indirekt. Ich kannte ihn und seine Werte sehr gut. Daran orientierte ich mich. Außerdem gab er mir durch seine Präsenz Rückhalt.

Hattest Du Idole?

Als Teenager fand ich Audrey Hepburn und James Dean gut. Ich hatte auch mal ein Poster von Marilyn Monroe. Sie hatte eine so sinnliche Ausstrahlung – einfach wunderschön. Diese Stars waren unsere Teenager-Schwärme. Aber mehr war das nicht.

Was unterscheidet Idole von Vorbildern?

Einem Vorbild eifert man nach. Ein Idol himmelt man an und träumt davon.

Wovon hattest Du geträumt?

Als Kind spielte ich oft meiner Freundin Marlies Ludwig. Wir gingen in den Wald, Papier und Buntstifte dabei. Dann malten wir Kleider auf Papier und tauschten sie aus. Wir wollten Klamotten erfinden. Da träumten wir vor uns hin. Marlies ist dann Näherin geworden. Und ich packte später meine Kreativität mehr ins Haus.
Als ich älter war, fand ich den Beruf Stewardess ganz schick. Stewardessen hatten so schöne dunkelblaue Uniformen, sahen toll aus, waren gut ausgebildet und kamen in der Welt herum. Ich wusste aber nicht, wie man an diesen Job rankommt. Und so verflog der Traum wieder.

Wie haben Dir Deine Vorbilder geholfen, in Deinem Leben weiter zu kommen?

Ich hatte viele Vorbilder, denen ich bewusst und oft auch unbewusst nacheiferte. Ich versuchte, so zu handeln wie sie, weil ich gesehen hatte, dass sie auf ihrem Gebiet gut zurechtkamen.

Wie bist Du auf Deine Vorbilder gekommen?

Ich war wie eine Biene. Ich suchte interessante Menschen, von denen ich etwas mitnehmen konnte. Da ich mit vielen Menschen zu tun hatte, und ich mit ihnen sprach, lernte ich immer wieder Personen kennen, die mich beeindruckten. Man muss im Leben auf Menschen zugehen und darf sich nicht verstecken.

Bist Du in Deinem Leben auch mal in eine Sackgasse geraten?

Ja, das gab es. Ich hatte eine Phase in meinem Leben, da ging es mir nicht gut. Meine Gefühle und eigenen Interessen kamen zu kurz. Ich hatte mich für viel andere eingesetzt und ging aber selbst leer aus. Ich wollte gerne mehr im Leben ausprobieren und hatte das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Das schlug sich auf meine Stimmung nieder.

Wie bist Du da wieder rausgekommen
Irgendwann begann ich, alles auszuwechseln. Das war hart, denn ich kämpfte dabei mit meinem Gewissen und auch mit den Menschen, die ich liebe. Mir war klar, dass ich mit der Veränderung meine Nächsten mitreißen werde. Wenn die das aber nicht wollten, tat ich ihnen weh. Schäden konnten schnell entstehen, und das wollte ich nicht. Wenn ich jedoch nichts geändert hätte, wäre alles beim alten geblieben, und ich hätte mich weiterhin schlecht gefühlt. Das war mein Dilemma. Es ist nicht immer einfach, in einer Familie zu leben. Damit es funktioniert, ist es ist nötig, aufeinander Rücksicht zu nehmen, viel zu sprechen und sich gemeinsam zu verändern.

Wann brauchen Menschen Vorbilder?

Menschen brauchen immer Vorbilder, insbesondere wenn sie in Situationen geraten, wo sie alleine und unsicher sind. Mir haben meine Vorbilder viele Ideen, gute Beispiele und Mut gegeben. Wenn jemand meint, er könne nichts mehr dazulernen, dann ist er ne arme Socke.

Wie ist das bei Menschen mit hohem Alter?

Das gilt auch für alte Menschen. Ich bin jetzt 75 und schau mich um: wie schaffen Menschen das Alter? Wie kriege ich das gut hin? Ich möchte nicht einfach so vor mich hin altern und laufend stöhnen. Das würde mich seelisch herunterziehen. Ich denke oft an meinen Onkel Fritz. Der war in dieser Hinsicht ein großes Vorbild. Fritz war schön ruhig und ausgeglichen. Das war er eigentlich nicht immer, denn er hatte es auch schwer. Doch das Alter hatte ihm Gelassenheit beigebracht. Diesen Weg möchte ich auch gehen. Ich hatte früher vieles zu ernst genommen und wollte Leute verändern. Heute finde ich, im Alter sollten wir lockerer werden und die Dinge mit mehr Humor betrachten.

Dorothea und Stephan vor der Villa Dürkopp, Bad Salzuflen
Dorothea und Stephan vor der Villa Dürkopp, Bad Salzuflen

Wie groß kann die Kraft durch Vorbilder sein?

Die Kraft der Vorbilder kann sehr groß sein. Jeder hat die Möglichkeit, sie in seinem Umfeld zu finden, wenn er sie braucht. Vorbilder sollten aber gut ausgewählt werden. Es gibt auch Verführer und falsche Propheten. Wenn z.B. jemand Geld als Seligmacher anpreist, dann rate ich zur Vorsicht.

Was können Vorbilder nicht leisten?

Vorbilder können Dein Leben nicht ersetzen. Du kannst nie sein wie Dein Vorbild. Du kannst vielleicht ein Teil ihrer Leistung erreichen. Es darf auch nicht soweit kommen, dass Dein Vorbild Dich dominiert. Dann wirst Du zum Clown.

Was möchtest Du anderen Menschen raten, wie sie ihren Weg im Leben finden können?

Mutig sein, wenn schwierige Situationen eintreten. Es findet sich immer ein Weg. Verliere Dich nicht in tausend „Wenn und Aber“, denn damit verlierst Du Deinen Mut, und dann passiert nichts. Das sage ich gerade jungen Leuten: nicht zu viel abwägen – man muss einfach mal machen.

Keine krummen Wege gehen: sei offen, ehrlich und freundlich, und verfolge standhaft Dein Ziel. Bemühe Dich um positive Energie für Dich und andere.

Und ganz wichtig: mache es Dir zum Ziel, glücklich zu werden! – Das geht über das Glück anderer. In meinem Beruf war ich sehr glücklich. Ich ließ mich auf Menschen voll ein, denn ich mochte sie und wollte, dass sie wiederkommen. Ich freute mich aufrichtig, wenn jemand kam, um sich behandeln zu lassen. Es ist ja eine Ehre, wenn jemand kommt. Und so strahlte ich über beide Backen und lobte meine Patienten viel. Das Lob war echt. Jeder Mensch würde spüren, wenn Du hinter einem Lob nicht stehst. Ich finde, jeder Mensch hat etwas hübsches, Du musst nur genau hingucken. Schöne Haut, freundlicher Ausdruck, neue Frisur, neues Kleid, es gibt immer etwas. Ich habe viel gelobt – jeden Tag mindestens einmal. Wenn Du lobst, freuen sich die Menschen. Dann bist Du schnell im Gespräch. Das hilft im Beruf und privat.

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